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  • Karin

Emotionaler Missbrauch an Kindern, Teil II

Aktualisiert: 31. Juli 2019

Im ersten Teil habe ich ja kurz geschildert was gemeint ist mit emotionalen Missbrauch, Beispiele wie dieser aussieht und das es leider kaum ein öffentliches Thema ist, und noch weniger ein Thema das ernst genommen wird. Obwohl es so viele Betroffene durch diese Art Misshandlung gibt, wird es immer noch belächelt und es gibt kaum Hilfestellung.


Wie fühlt sich denn ein Kind, dass betroffen ist? Jemand der davon nicht betroffen oder es gewesen ist, kann wahrlich nicht mitreden. Bitte bedenkt auch, dass sich ein Kind nicht verteidigen kann, es unterliegt der Obsorge derer, die es psychisch misshandeln. In diesem Fall den eigenen Eltern.


Einige Beispiele wie sich ein Kind oder auch Jugendlicher in solchen Lebensumständen fühlt:


* unwillkommen

* andauerndes Versagen

* ängstlich

* verlogen weil es eingeredet wird

* muss Schauspielen um emotional zu überleben

* schuldig weil permanente Schuldgefühle eingeredet werden

* ungeliebt

* ungesehen

* nutzlos

* wertlos


und das ist nur ein Teil der Gefühle die diese Kinder mit sich tragen. Es sind große Herzschmerzen die so ein kleiner Mensch ertragen muss.

Als Erwachsener wissen wir, wie es sich anfühlt wenn uns, zB. der Chef oder der Kollege, schlecht behandelt, es kränkt uns und es verletzt uns. Stell dir vor es sind deine eigenen Eltern und das von klein auf, du kannst nicht kündigen oder dich beschweren denn du hast keinen Verbündeten. Und zur Ergänzung, elterlicher, emotionaler Missbrauch ist weit aus schlimmer als das Mobbing eines Chefs! (damit möchte ich nicht sagen das Mobbing am Arbeitsplatz nicht schrecklich ist) Es ist nicht im Ansatz zu vergleichen. Ich hoffe es ist jetzt etwas verständlicher für die, die damit keine Erfahrung haben. Mir ist bewußt, wie schlimm Mobbing ist, aber es gibt eben eine Stufe Höher und das ist emotionale Gewalt durch die eigenen Eltern.


Beispiele für Folgeschäden:

natürlich ist das weder bei jedem gleich noch hat jeder das selbe Schicksal, daher kann man nichts davon pauschalisieren und ich will es auch einfach halten so wie bisher in in den Artikeln, denn in Fachsprache gibt es schon genug Lesestoff.

Was passiert wenn diese Kinder erwachsen werden? ein paar Beispiele:


* sie finden nie ihr wahres Ich

* erfolglos im Berufsleben

* oft keine Schulabschluss

* oft keine funktionierenden Beziehungen

* Angst bis hin zu Panikattacken

* Depressionen

* diverse Erkrankungen (dazu wird es einen eigenen Artikel geben)

* Selbsthass und Selbstaufgabe

* unerklärliche Wut und Zorn

* Suchtverhalten


Auch das sind wieder nur Beispiele, aber anhand deren sieht man schon, es ist fatal, denn es kann das gesamte Leben eines Menschen zerstören. Natürlich trifft dies nicht bei jedem Betroffenen durch diese Art Missbrauch zu, und ich will auch niemanden zu Nahe treten aber ich weiß aus Erfahrung und auch durch viele Gespräche, es ist ein Kampf in ein normales Leben zu finden. Manche schaffen es in jüngeren Jahren, aber manche brauchen bis sie über fünfzig oder sogar sechzig sind, um zu verstehen was mit ihnen geschehen ist. Einige male sagte man mir auch, "ach, so ein Blödsinn, immer wird alles auf die Eltern geschoben, dies kann es doch nicht sein..." Ich dachte viel darüber nach, und es stimmt, man kann nicht immer alles auf die Eltern schieben, aber VORSICHT, dies gilt nur für Eltern die keine NPS haben, die keine psychische Gewalt ausüben und ihre Kinder nicht durch, und mit Gefühlen erpressen.


fühlt euch umarmt,



bis bald, eure Karin












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